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Call for Projects - Bring Your Own Mask

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  • Lutz Raphael web
    Raphaël Lutz
    Founder Le Lab / Hyperaktiv

Hyperaktiv hat ausgewählte Schweizer Designer zu einer Neuinterpretation des Designs der Sicherheitsmaske eingeladen. Ziel ist eine virtuelle Ausstellung im Mai und eine physische Vernissage im September.

Kontext

In den letzten Wochen sind wir von einem neuen, unsichtbaren Feind angegriffen worden und müssen uns ihm gemeinsam stellen: Covid-19 überraschte die Welt mit seiner Geschwindigkeit und führte zu einer Reihe von Sofortmassnahmen in allen Ländern der Welt.

Die Vorschriften zum Lockdown, die der Bundesrat für die Bevölkerung erlassen hat, werden ab dem 26. April schrittweise gelockert und zur Wiedereröffnung des öffentlichen Raums führen. Der Bundesrat hat am Donnerstag, 16. April beschlossen, die Bevölkerung nicht zum Tragen einer Maske zu zwingen, empfiehlt aber dringend deren Verwendung an öffentlichen Orten sowie für gefährdete oder kranke Personen.

Abgesehen von den Einschränkungen des sozialen und körperlichen Kontakts, die uns durch die Massnahmen auferlegt wurden, spielt vor allem die Maske eine wichtige Rolle, um die Übertragung des Virus von einer Person auf die andere zu verhindern. Die Maske: ein einfaches Objekt, das stark von der medizinischen Kultur beeinflusst wird.

Projekt

Design ist in der Schweiz eine Vorzeige-Disziplin und es ist nicht erstaunlich, dass viele Projekte aus unseren Schweizer Designbüros international glänzen. Unsere Swissness und unser genialer Designstil werden weltweit anerkannt und respektiert.

Um uns von den aktuellen Ereignissen zu erholen und damit unsere Branche eine starke Antwort auf die Krise bieten kann, laden wir unsere Designerkollegen ein, die berühmte Schutzmaske neu zu gestalten. Ziel dieses Projekts ist es, einen Designvorschlag zu unterbreiten, der die Exzellenz des Schweizer Designs und unser Know-how in Bezug auf Innovation einbringt, indem es eine klare Ästhetik mit genialer Funktionalität verbindet. Die Aufgabenstellung ist offen formuliert und die Interpretationen völlig frei, das Ziel ist es, in einer so besonderen Zeit ein Schaufenster für unsere Designer-Kompetenzen zu bieten. Es gibt keine technischen oder materiellen Einschränkungen. 

Wir sind überzeugt, dass wir, trotz des heiklen Themas, mit diesem Projekt zu unseren Grundwerten zurückkehren können und so über das gegenwärtige, angstauslösende Klima hinwegkommen können.

Wir suchen nach externen Partnern für die Herstellung einer Auswahl von Masken und wir wollen dieses Projekt auch so weit wie möglich in der Presse verbreiten. Weitere Informationen werden folgen.

Rendern

Wir laden alle ein, sich das Projekt in all seinen Formen eigen zu machen und auf die symbolischen und historischen Artefakte der Maske zurückzugreifen. Die Idee ist es, vom hygienischen und strengen Charakter, der von der medizinischen Welt geprägt wurde, wegzukommen und diesem funktionalen Objekt eine ästhetische Palette anzubieten.

Um freie und grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen, werden die Projekte zunächst in Form von 3D-Modellen auf einer Website präsentiert, die eigens zu diesem Anlass (nach dem Vorbild des Ecal Digital Market) für eine virtuellen Vernissage erstellt wird.

Dann werden wir im September 2020 eine Ausstellung der in 3D gedruckten Projekte in unserem Hyperaktiv-Atelier in Renens veranstalten, diesmal mit einer physischen Vernissage.

Die Projekte sollen daher per E-Mail in Form einer 3D-Datei im STL- oder OBJ-Format sowie mit einem Rendering-Bild und einem Beschrieb des Projekts und seiner Absichten zugeschickt werden.

Nächste Schritte

  • Montag 20. April: E-Mail-Einladungen an ausgewählte Designer
  • Mittwoch 22. April: Teilnahmebestätigung per E-Mail
  • Montag 4. Mai: Rendern von 3D-Dateien
  • Montag 11. Mai: Präsentation und Kommunikation des Projekts
  • Wenn möglich und abhängig von der Situation: Mitte September: Physische Vernissage der Projekte mit 3D-Druck

Philosophie

Es ist uns wichtig, dass dieses Projekt unabhängig ist und dass jeder sich frei fühlt, sich entsprechend den Werten, die er vermitteln möchte, zu beteiligen. Wir werden keine Auswahl der auszustellenden Projekte treffen.

Jede Maske gehört ihrem Erschaffer und Hyperaktiv ist nur der Initiator des Projekts, es wird keine andere Verwendung geben, als das Projekt auf der digitalen und physischen Plattform auszustellen und in den Medien zu verbreiten.

Wir streben mindestens 20 Projekte aus den 80 eingeladenen Schweizer Designern an.

Hyperaktiv

Hyperaktiv, früher bekannt als Le LAB, ist ein Spin-off des Studio Raphaël Lutz. Seine auf Innovation ausgerichtete Tätigkeit zielt darauf ab, den Austausch zwischen der kreativen Gemeinschaft und den Unternehmen der Region zu unterstützen.

Das Anfang 2020 in seinen neuen Räumlichkeiten neu installierte Hyperaktiv legt Wert darauf, den Nutzer und den Beitrag des Designs zur Innovation in den Mittelpunkt aller konzeptionellen Anliegen zu stellen.

Unser Raum wird auch für spannende Initiativen und andere Veranstaltungen wie Konferenzen, Symposien, Workshops usw. zur Verfügung gestellt.

Wir sind ein Team von 3 Personen: Manfred Baud, Designer; Julien Gaillard, Spezialist für Innovation und Methodologie und Raphaël Lutz, Designer.

Studio Raphaël Lutz

Das Studio Raphaël Lutz ist ein Designbüro, das 2012 von dem gleichnamigen Designer gegründet wurde. Seine künstlerische Ausrichtung orientiert sich an verschiedenen Projekten wie Szenographien, Gestaltung von Einzel- oder Serienobjekten, Geschirr- und Tischkonzepten und verschiedenen Experimenten wie dem Projekt Designer's Table.

Die Arbeit des Studios Raphaël Lutz stellt die Kunsthandwerker der Region in den Vordergrund und meist wird die überwiegende Mehrheit der Objekte in der Region hergestellt. Es ist eine grosse Ehre für das Studio, mit aussergewöhnlichen Kunsthandwerkern in der Region zusammenarbeiten zu können.

Jedes Projekt birgt die Möglichkeit verschiedene handwerklicher Methoden wieder zu entdecken, zu erforschen und voranzutreiben, um so mit Design zu experimentieren und dieses stets zu erneuern.


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